Verkackt…

wer keine Lust auf sanitäre Themen hat, der möge an dieser Stelle aufhören zu lesen. Allen anderen, die damit kein Problem haben, sei gesagt:

Verdammte Scheisse – und zwar im wahrsten Sinne – was ist so schwer daran Kackpappe richtig rum auf zu hängen und eine Klobürste zu benutzen. Also korrekt (was manche sonst noch damit machen will ich gar nicht wissen)?!?

Gut – das Kackpappenproblem ist vielleicht noch ein persönliches von mir…wobei es kein echtes Problem ist, sondern eher eine Macke von mir. Was es wiederum zum Problem macht, aber sein wir mal nicht so…

Ich HASSE es jedenfalls, wenn jemand Klopapierrollen so auf den Abroller (?) hängt, dass da Blatt zum Abreißen nicht freihängend in Abrollrichtung auf der Rolle – also von der Wand weg – hängt, sondern die Rolle gegen die Abrollrichtung hängt. Also so, dass das ab zu rollende Papier quasi an der Klowand lang“schrammt“…ein innerer Zwang bringt mich dazu, die Rolle erst richtig rum zu platzieren, bevor ich zur fachgerechten Nutzung des Papiers übergehen kann (das ich einen Schaden habe muss ich nicht extra erwähnen, oder?)

DAS ist aber eigentlich das geringere Übel. Was hingegen nämlich überhaupt gar nicht geht ist, die Boiler bis unter den Rand zu zu kacken und dann ab zu hauen. Für den nachfolgenden Besitzer der Örtlichkeit bietet sich da dann ein in den meisten Fällen nicht nur olfaktorisch fragwürdiger Zustand, sondern auch die Optik lässt zu wünschen übrig. Von den hygienischen Faktoren mal ganz abgesehen…

Jetzt ist es so, dass ich in Sachen „sanitäre Einrichtung“ schon relativ abgestumpft bin, was vor allem daher rührt, dass ich früher immer Campen war und die letzten Jahre beruflich in einer ausgewiesenen Männerdomäne zu tun hatte, was mir auf Grund meiner Tätigkeit im äußeren Dienst einen unglaublichen Kenntnisstand über sämtliche Fastfoodtempel, Tankstellen und Supermärkte mit Klo in der gesamten Region eingebracht hat. Inklusive der entsprechenden Erfahrungswerte die unterschiedlichen hygienischen Standards betreffend. Wer allerdings als Frau mal das Vergnügen hatte wegen eines Notfalls *hust* auf ein Originalbaustellendixi (welches seit 3 Wochen bei 30 Grad sein bis dato ungeleertes Dasein in der prallen Sonne neben einem Rohbau gefristet hat, welcher von vornehmlich osteuropäischen Bauarbeitern bevölkert worden ist) gehen zu müssen, den schockt so ziemlich gar nix mehr. Und kommt mir nicht mit Festivalklos. Die sind zwar auch nicht lecker, aber immerhin ist man da meist so besoffen, dass das nicht mehr so ins Gewicht fällt…

Aber zurück zum Thema…mittlerer Weile habe ich ja das Glück mich wieder in einem Büro zu verdingen, was den Vorteil eines immer zur Verfügung stehenden Porzellantempels hat, der auch noch regelmäßig von dem Meister des Hauses gewartet und gereinigt wird. Ausserdem ist diese Örtlichkeit nur für Damen bestimmt (gemäß der geschlechtlichen Trennung haben die Herren natürlich eigene Toiletten, deren Zustand ich jedoch nicht überprüfen kann/will), weswegen man eigentlich meinen sollte, dass dort hygienisch ein durchaus angenehmer Zustand herrschen sollte…

Meine Beobachtungen der letzten Wochen waren allerdings ernüchternd. Letztlich brachte mein Toilettengang vorhin das Fass zum Überlaufen (also mein mentales, das Klo lief zum Glück nicht über), denn 2 von 3 Klos wiesen eklatante Verunreinigungen auf, die nicht nur auf eine beunruhigende Magen-Darm-Flora der Mitarbeiterinnen schließen lässt, sondern auch auf ihre allgemeine Wahrnehmung. Wie kann man (oder besser Frau!) das Scheisshaus bitte SO hinterlassen?!? Ich will da ja nicht zu sehr ins Detail gehen, aber der Anblick, der sich da bot wäre im besten Fall als avantgardistisch abstrakte Installation mit künstlerischen Anspruch (?) durchgegangen, war in diesem – nüchtern betrachteten – Fall aber nix anderes als horrender Dünnschiss mit Bremsspuren all over. Und zwar in beiden Schüsseln. Die schon fast provokativ daneben angebrachten Kackbürsten hingegen hingen trocken und immerhin dekorativ in ihrer vorgesehenen Halterung und harren ihres Einsatzes…

Zum Glück gib’s noch ne 3. Kabine, die mich in dem Fall gerettet hat, denn die 4 Pötte Kaffee, die ich heute morgen hatte, um nicht instant mit dem Kopf auf der Tastatur ein zu schlagen, zollten ihren Tribut.

Trotz allem…und damit komme ich zum Anfang zurück…WAS ZUR HÖLLE IST SO SCHWER DARAN DAS SCHEISSHAUS IN EINEM ANNEHMBAREN ZUSTAND ZU HINTERLASSEN?!?

…und jetzt entschuldigen sie mich *zeitungunterdenarmklemm*

Übrigens…der ZOCKSTOCK liegt noch rum (und es gab bisher EINE sensationelle Teilnehmerin -___- Danke an Hijack btw, aber vielleicht hätte ich das Ding „Liebster Megabester Tollester Superblogaward“ nennen sollen und 20 – 100 Leute Zwangsnominieren sollen, um mehr Resonanz zu erhalten…*umkipp*)

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11 Kommentare

  1. Zustimmung! Das mit dem Toilettenpapier ist keine Macke, sondern das gehört nun mal richtig rum. Und der Rest – der bringt mich regelmäßig zur Fassungslosigkeit. Vor allem, wenn man die Tussies sieht, die dort verkehren… man würd’s nicht denken. Ich bin in der Sache aber auch echt recht empfindlich, Würganfälle inklusive. Manchmal ist der Wald einfach doch am besten…

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    1. Bwahahaaaa…das beruhigt mich irgendwie. Dachte schon nur ich hätte sone Macke ^^ @man würd’s nicht denken: genau DAS…ich wundere mich echt über nix mehr. Wald ole…Natur pur!

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  2. Frauen sind die SCHLIMMSTEN. Ich habe mir mal von einer Reinigungskraft erzählen lassen, dass Frauenklos immer wesentlich versiffter sind als Herrenklos. Irgendwie können die das besser…

    Festivalklos sind ein Kapitel für sich… Vor allem bei Rock am Ring, wo ich mal ein Dixie öffnete und sich schon ein hoher Berg Hinterlassenschafen AUS der Klobrille nach oben ertürmte… (Ernsthaft, wenn das voll ist, wer macht denn dann noch OBEN DRAUF?)

    Bei der Arbeit ist das zum Glück kein Problem, aber ich war ja letztens auf einem Kongress… und ich hatte ein bisschen gedacht, dass Wissenschaftlerinnen und Ärztinnen, von denen doch viele einen Dr. Titel haben und unter sterilen Bedingungen im Labor arbeiten müssen und/oder Patienten versorgen, doch irgendwann gelernt haben müssten wie man anständig und hygienisch ein Klo benutzt. FEHLANZEIGE.
    Ich gebe zu, deine Schilderungen toppen alles, aber die Kongressklos waren auch einfach jenseits von gut und böse…

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    1. …langsam glaube ich es FAST auch…wenn sie hingegen gesehen hätten, was ich alles sah *röchel* aber egal. Mich beunruhigt es trotzdem, dass gerade Ärzte/Labortypen es dann doch eher weniger mit sanitärer Hygiene haben (btw – die Hände waschen sich auch nicht immer alle…*wurgs*) aber mit so „Zuständen“ rechne ich eigentlich auch eher auf dem Festival oder in der örtlichen Asidisko gegen 3:00 Uhr früh und nicht auf so einem Kongress oO

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      1. Also, Händewaschen war dort sehr groß. Es standen auch viele an NUR um zwischendrin Hände zu waschen… ;)

        Aber zielen können die alle nicht mehr. Oder Klobürsten benutzen…
        (Wobei ich hinzufügen muss: Klobürsten sind in England nicht sehr beliebt. Wir hatten keine im Hotel und in der zweiten Unterkunft auch nicht. Erst im Hostel auf dem Gemeinschaftsklo war eine)

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      2. oO ok…das muss jetzt keiner verstehen – das Scheisshaus hinterlassen wie die Vandalen, aber immer fleißig Hände waschen…schon komisch, die Herren Doktoren ^^ das mit de Klobürsten ist mir in England noch nie aufgefallen (bei den Schotten war ich noch nicht)…ist leider auch schon zu lange her, als das ich mich so wirklich daran erinnern könnte…ich war allerdings dort auch immer bei Gastfamilien untergebracht und nie im Hotel…

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  3. Ohja, die Damentoiletten sind der Abtoerner schlechthin. Das fiel mir immer wieder auf während meiner Bürotätigkeit. An der Uni dann war es sogar noch schlimmer. Ich tue mich auch schwer, das zu verstehen, was da in den Köpfen der Menschen vorgeht. Zuhause bei denen sieht es ja auch nicht so aus….

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