Archiv für 10. Juni 2009

10
Jun
09

klischee ole…

1. das klischee des geil aussehenden, eingeölten und muskelbepackten cola-light-bauarbeiters ist erstunken und erlogen

2. ALLE anderen bauarbeiterklischees sind wahr…oO

meine fresse…

was für ein toller tag…ich sehe es quasi in meiner imaginären kristallkugel – mit diversen kunden werde ich viel, VIEL spass haben *umkipp* caramba…

der, den ich heute kennenlernen durfte war ja mal wieder ne marke für sich…gut, der zeitpunkt für meine vorstellung war vielleicht nicht ganz glücklich gewählt, denn der gute mann hatte kurz vor unserer respektive meiner ankunft mal eben die wirtschafts- bzw. betriebsprüfer am hals und war demensprechend LEICHT auf 180…ganz toll…

wärend er also völlig hyperventilierend dem kollegen sein leid klagte und salmonierte wie grausam und böse die welt und natürlich besonders die prüfungsheinis sind, ging erstmal total unter, dass ich ja demnächst diejenige welche sein werde, die er in sachen „sachen“ zu rate zu ziehen hat…

irgendwann sickerte das dann allerdings doch wohl durch und ich musste mir zunächst ein paar nette *hust* sprüche bezüglich blauer augen, großer augen und großer „augen“ *hust* anhören, um dann in ein klischee-par-excellence bauarbeiterpausenzimmer inklusive nackter weiber an der wand geführt zu werden…

tittentrulla an der wand, überquellender aschenbecher auf’m tisch, ein 20×20cm großes fenster, tassen mit blümchenmuster, das aus geschmacksgründen um 1970 verboten worden sein musste UND natürlich die obligatorische kaffeemaschine, die allerdings aussah, als würde sie jeden moment „hossa“ schreien und durch das viel zu kleine fenster türmen *würg*

pausenraum

blöderweise lies der typ dann den charmeur raushängen und war schon fast total entrüstet, weil ich keine mit ihm rauchen wollte…also blieb mir nix anderes übrig, als nen kaffee zu trinken…aus dem brühautomaten from hell oO

lecker…schon beim durchlaufen versprühte die brühe einen eklatant muffigen geruch und auch geschmacklich war der abgang MEHR als -ähm- gewöhnungsbedürftig…irgendwie ne mischung aus kaltem rauch, humus und getrocknetem kuhdung…oder so *hualp* naja – was mich nicht umbringt macht mich ja nur härter…also rein mit der brühe, nett über ein paar hirnrissige jokes gelacht und ab dafür…

noch kurz was abgeben fahren…boar – aber kaum im auto schlug der scheiss kaffee (oder was auch immer DAS war) irgendwie durch…da es unfreundlich gewesen wäre dem kollegen ins notebook zu reiern oder auf den sitz zu kacken, riss ich mich also mannhaft zusammen und wartete bis zur baustelle…da wird ja wohl irgendwo ein scheisshaus sein…

DENKSTE!

überall – aber wo fahren wir hin?!? zu nem gebäude von dem nur noch der keller und ein paar total entkernte aussenmauern stehen…nix scheisshaus! argh…so – und das tolle dixi steht natürlich auf der komplett anderen seite der dämlichen grube…ich signalisiere also dem kollegen dezent das gleich ein unglück passieren könnte…und was sagt DER?

ich soll mich mal zusammenreissen – wir sind ja a) gleich wieder weg und b) habe ich kein sicherheitsschuhwerk und bla und wenn der polier mich sieht, wie ich mit turnschuhen auf seiner baustelle rumturne, dann bin ich gleich am arsch…DAS wäre dann ein unglück…ja geilomat…schönes gefühl, wenn man spührt wie eine undefinierbare flüssigkeit den magen-darm-trakt perforiert, wärend der kollege in aller ruhe erklärt, wie mit xy zu verfahren ist und warum das so toll ist…

ARGH!

merken: das nächste mal ne probe von dem kaffee ziehen und ein gegenmittel zur neutralisation besorgen…nochmal so’ne tasse unkatalysiert und ich sterbe…

so – ansonsten war der tag eher highlightbefreit…der typ auf dessen platz ich saß ist überraschenderweise wieder aufgetaucht (hätte eigentlich bis mo. urlaub gehabt oO) und so hänge ich also den ganzen tag nur noch rum, wenn ich nicht gerade versuche nicht zu implodieren…

dabei habe ich noch ne menge zu tun…

  • mit freundin sekt trinken, weil sie auch nen job gefunden hat (gleich!)
  • wäsche waschen (gleich)
  • noch mehr wäsche waschen (morgen und übermorgen)
  • sachen packen (übermorgen)
  • musik auf meinen mp3-player ziehen (morgen oder übermorgen)
  • krempel für die 3 wochen kaufen (morgen und übermorgen)
  • unterlagen zusammensuchen (argh…schon gestern eigentlich oO)
  • zum tollen treffen fahren (morgen)

argh – und bestimmt noch 1000 andere sachen…verdammt…habe ich erwähnt, dass ich da nicht hin will?!?